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es wie Che Guevera

Guerillamarketing wurde schon in den 1960er Jahren in den USA entwickelt, hat aber erst sehr viel später den Stellenwert erreicht, den es heute hat. Es ist natürlich nicht kriegerisch, sondern folgt Prinzipien, die wir aus dem Guerilla-Kampf kennen (und der Begriff ist hier ein Trojanisches Pferd 😉 : Rebellisch, überraschend, unkonventionell und sehr effizient muß professionelles Guerillamarketing sein.

Die klassische Werbung befindet sich in einer Krise.

Wir werden täglich mit tausenden Werbebotschaften konfrontiert und die einzig vernünftige Lösung ist, nicht mehr hinzuhören oder hinzuschauen.

Guerillamarketing setzt hauptsächlich auf den Überraschungseffekt.

Die übersättigten Kunden werden zeitlich, räumlich und inhaltlich überrascht und richten so ihre Aufmerksamkeit auf die jeweilige Botschaft.

Dabei sind drei Prinzipien fundamental:

Es gibt keine Alternative zur

Überraschung!

Verwerfen wir also alles, was im Erfahrungshorizont unserer Zielgruppe liegt:

Mailings (Post oder Internet), Zeitungsanzeigen, Schaufensterwerbung, Radio, Fernsehen, Kino.

Alles durchstreichen, wenn es um Guerillamarketing geht!

Wo aber kann man denn dann noch Werbung machen?

Hauswände, Bäume, Straßenpflaster, Geräusche, Luft, Wasser, Zirkus, vor Kinos, auf der Straße, auf Dächern, in der Stadtbibliothek und überall, wo es nicht erwartet wird.

Aber immer ist zu bedenken, daß Guerillamarketing in erster Linie auf den Überraschungseffekt setzt. Durch den kreativen Einsatz von Marketingstrategien wird die Aufmerksamkeit der übersättigten Konsumenten erregt.

Ein wichtiges Element dabei ist der Spaß. Klingt kindisch, ist aber hochprofessionell.

Spaß bedeutet entweder mitmachen oder mitfiebern, also Spielen oder zuschauen, wobei es für die Zuschauer in der Regel einen Guten und einen Bösen geben sollte.

Rebellion!

Guerillamarketing greift an und stellt Bestehendes in Frage.

Werte und die Funktion der klassischen Werbung werden hinterfragt und gleichzeitig werden die Werte der Konkurrenz destabilisiert. Ein gutes Beispiel hierzu lieferte das bekannte  Sportartikelunternehmen Puma. Es stattete einen britischen Sprinter auf der  Pressekonferenz nach seinem Olympiasieg 1996 mit Kontaktlinsen (bedruckt mit dem Puma-Logo) aus. Offizieller Hauptsponsor der Olympischen Spiele war jedoch das Konkurrenzunternehmen Addidas. “The eye of the puma”: Mit Logo-Kontaktlinsen des Sportartikelherstellers Puma in den Augen machte der britische Leichtathlet Linford Christie vor den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta Werbung. Zuvor war ihm verboten worden, das Logo seines Sponsors auf seinem Trikot zu tragen.

Rebellion ist stets die Ablehnung des Bestehenden.

Dabei ist es nicht immer einfach, diese Ablehnung sympathisch erscheinen zu lassen. Das aber ist unabdingbar für eine positiv wirksame Guerilla-Aktion. Sie muß sympathisch sein.

Sonst erreicht Sie das Gegenteil des Gewollten – denn wirksam sind solche Aktionen immer – machmal auch in der verkehrten Richtung.

Ansteckung!

Das dritte Prinzip ist die Ansteckung.

Unsere Botschaft soll sich ja eigendynamisch und selbstständig verbreiten. Klassische Werbung möchte die Köpfe und Gefühle der Zuhörer erreichen und diesen eine bestimmte Einstellung zum Unternehmen oder zu einer Marke zu sugerrieren. Guerillamarketing geht einen subversiven Weg und sucht sich Sympathisanten, die ihrerseits andere beeinflussen. Diese „virale Effekt“ ist nur dann zu erreichen, wenn unsere Aktion Spaß macht oder einen fühlbaren Zusatznutzen enthält (im zweiten Fall sind wir wieder bei Trojanischen Pferden).

 

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